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Windows 10 Support-Ende: Was jetzt?

Seit Oktober 2025 gibt es für Windows 10 keinen regulären Support mehr. Was das für Privatleute und Betriebe bedeutet und welche Möglichkeiten du jetzt hast.

Aktualisiert: September 2026 · von Stefano Rost

Microsoft hat den regulären Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 beendet. Seitdem gibt es Sicherheitsupdates nur noch über das Programm „Extended Security Updates“ (ESU). Für Privatleute und Firmen gelten dabei unterschiedliche Regeln. Hier erfährst du, was das für dich bedeutet und was du jetzt tun solltest.

Was bedeutet das Support-Ende?

Windows 10 funktioniert weiter wie bisher. Ohne Updates werden aber neue Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Angreifer nutzen genau solche Lücken, um Schadsoftware einzuschleusen oder Daten zu verschlüsseln. Auch Programme wie Browser, Banking-Software oder Branchenlösungen stellen nach und nach die Unterstützung für Windows 10 ein.

Privat: Kostenlose Updates bis Oktober 2027

Für private Geräte im Europäischen Wirtschaftsraum hat Microsoft die kostenlosen ESU-Updates bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Du musst dafür in der Regel mit einem Microsoft-Konto angemeldet sein. Das verschafft dir Zeit, ist aber keine Dauerlösung: Spätestens 2027 ist endgültig Schluss.

Firma: Die Updates kosten, und jedes Jahr mehr

Für Firmenrechner gilt das kostenlose Programm ausdrücklich nicht. Betriebe müssen ESU-Lizenzen pro Gerät kaufen. Der Preis verdoppelt sich jedes Jahr: laut Microsoft rund 61 US-Dollar im ersten, 122 im zweiten und 244 US-Dollar im dritten Jahr. Bei mehreren Arbeitsplätzen ist ein Umstieg auf Windows 11 oder neue Rechner fast immer günstiger.

Deine Möglichkeiten

  • Upgrade auf Windows 11: Wenn dein Rechner geeignet ist, der günstigste Weg. Oft kostenlos, Daten und Programme bleiben erhalten.
  • Rechner aufrüsten oder ersetzen: Ältere PCs ohne TPM 2.0 oder mit zu altem Prozessor lassen sich nicht offiziell umstellen. Hier lohnt oft ein neuer Rechner, eventuell mit Übernahme aller Daten und Programme.
  • ESU als Übergang: Für einzelne Geräte, die aus bestimmten Gründen noch nicht umgestellt werden können, zum Beispiel wegen einer alten Branchensoftware.
  • Mac oder Linux: Für manche Nutzer eine gute Alternative, wir beraten dich ehrlich.

Checkliste für Betriebe

  1. Alle Rechner erfassen: Welche laufen noch mit Windows 10?
  2. Prüfen, welche Geräte Windows 11 schaffen und welche ersetzt werden müssen.
  3. Branchensoftware prüfen, zum Beispiel SykaSoft, MediFox oder Praxissoftware: Ist sie für Windows 11 freigegeben?
  4. Datensicherung machen, dann Schritt für Schritt umstellen, am besten außerhalb der Arbeitszeit.
  5. Für Geräte, die noch nicht umgestellt werden können, ESU-Lizenzen als Übergang einplanen.

So helfen wir dir

Wir prüfen deine Rechner, stellen sie auf Windows 11 um oder richten neue Geräte ein, mit allen Daten, Programmen und Einstellungen. Für Betriebe planen wir den Umstieg so, dass der Alltag möglichst nicht gestört wird.

Häufige Fragen

Kann ich Windows 10 einfach weiter benutzen?

Technisch ja, der Rechner läuft weiter. Ohne Sicherheitsupdates werden aber neue Lücken nicht mehr geschlossen. Für Rechner im Internet, mit E-Mail oder mit Kundendaten ist das auf Dauer ein echtes Risiko.

Läuft Windows 11 auf meinem alten PC?

Das hängt vor allem vom Prozessor und von TPM 2.0 ab. Viele Rechner ab etwa 2018 sind geeignet, manchmal reicht ein BIOS-Update. Wir prüfen das am Telefon oder schnell bei uns in der Werkstatt.

Bekomme ich als Firma auch kostenlose ESU-Updates?

Nein. Das kostenlose Programm gilt nur für private Geräte. Firmenrechner, die zum Beispiel in einer Domäne oder in Microsoft 365 verwaltet werden, brauchen kostenpflichtige ESU-Lizenzen, deren Preis jedes Jahr steigt.

Gehen beim Umstieg auf Windows 11 meine Daten verloren?

Beim direkten Upgrade bleiben Programme und Daten in der Regel erhalten. Wir machen trotzdem immer vorher eine Datensicherung, damit nichts passieren kann.